Sommerferien? Das heißt: Zeit für Eis! Kommt dir das bekannt vor: ein Familienausflug an einem sonnigen Sommertag, der mit zwei Kugeln in der Eistüte endet? Oder doch lieber im Becher?
Wir können es heute genießen, aber früher kannte man dieses kulinarische Highlight natürlich noch nicht. Und laut der vornehmen Etikette wäre Schmatzen und Schmatzen sicherlich nicht erlaubt gewesen! Entdecken Sie während der von „Toerisme Kalmthout“ entwickelten Tour „Brij, pap en banket“ allerlei kulinarische Wissenswertes anhand der historischen Sehenswürdigkeiten in Heide (Kalmthout). Der Spaziergang ist anhand der Wanderknotenpunkte, die in der App angegeben sind, leicht zu folgen. Natürlich kannst du die Karte auch ganz einfach in der ErfgoedApp .


Auf Entdeckungsreise in Heide – eine kulinarische Zeitreise!
Wir starten am Bahnhof von Heide und spazieren zu der nahe gelegenen Statue von Moeder Kee. Mehr Frauenstatuen im öffentlichen Raum sind derzeit ein aktuelles Thema in vielen Städten und Gemeinden, aber hier in Heide kommt man an Moeder Kees Ruf nicht vorbei. Wer war diese beeindruckende Dame? Nun, sie gründete „De Cambuus“ in der Kalmthoutse Heide und kochte für die vielen Männer, die dort als Sandgräber arbeiteten. Was gab es zu essen? Das erfährst du während des Spaziergangs im Hörbeitrag.


Seit Beginn des20. Jahrhunderts kam der Tourismus in Schwung. Menschen aus der Stadt kamen mit dem Zug in die Kalmthoutse Heide, um die gesunde Luft zu genießen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Busfahrt zur Kalmthoutse Heide sogar zum klassischen Schulausflug für Schulen aus nah und fern. Hunderte dieser Kinder kamen an Monida vorbei, der ältesten Molkerei in Heide. Vielleicht warst du auch dabei? Hast du eine schöne Kindheitserinnerung an einen Schulausflug?
Du kannst wählen, ob du zu Fuß gehst oder dir bei Monida einen Roller holst. Ich gehe lieber zu Fuß und überlasse das Rollerfahren den Abenteuerlustigen ;-).
In der Leopoldstraat steht die ehemalige Synagoge; hier erfährst du mehr über die jüdischen Speisegesetze und wie man koscheres Essen zubereitet. Ein Stück weiter hören wir:„Wir stehen hier am Eingang zur Withoefse Heide, die auch als Spielwald bezeichnet wird.“ Ja, zwischendurch ein kleines Spiel beim Spazierengehen ist auch möglich! Dann tauchen wir ins Mittelalter ein:„Pommes gab es damals noch nicht. Gekochter Brei aus Grieß oder Buchweizen bildete die eintönige tägliche Kost…“.Brei! Kannst du dir das vorstellen? Das ist doch etwas ganz anderes als die bunt gefüllten Regale, die wir heute im Supermarkt kennen. Schon das Wort klingt nicht gerade appetitlich…
Bei der adeligen Dame am Keienhof gab es wahrscheinlich etwas Leckereres auf den Tisch. Hier konnte man eine Fülle an Fleisch, Geflügel und Wild genießen. Ja, hier erfährst du, was bei einem echten Bankett serviert wurde. Würdest du eigentlich gerne Schwan oder Pfau probieren? Jedem seinen Geschmack und seine Vorlieben natürlich.
„In der Medizin herrschte die Ansicht, dass ein Aufenthalt in den Hügeln von Kalmthout heilende Wirkung habe. Man musste nicht extra in die Schweiz reisen, sondern konnte auch hier in der Heide, im „Kleinen Schweiz“, Urlaub machen.“

Bekommst du bei all den Geschichten über Essen Appetit? Entlang der Wanderroute findest du verschiedene Möglichkeiten für einen Imbiss und ein Getränk. Wie bereits erwähnt, ist Heide seit jeher ein Stadtteil mit vielen Hotels und Restaurants, da Touristen aus der Stadt die Kalmthoutse Heide besuchten. Daher stößt man auf der Rundwanderung auch auf einige Gastronomiebetriebe.
Wer nach 6 Kilometern noch nicht müde ist, kann jederzeit noch die berühmte Kalmthoutse Heide bei De Vroente erkunden. Ansonsten kannst du – nach einem Eis :) – zurück zum Bahnhof von Heide laufen. Guten Appetit! Viel Spaß dabei!
Praktische Informationen:
Entscheide selbst, wie lange du bei den Geschichten und Texten verweilen möchtest; rechne etwa 2 bis 3 Stunden ein, um alles anzuhören und zu lesen.
Länge: 6 km
Startpunkt: Bahnhof Heide (Kalmthout)
Bildnachweis
Eine Route von Toerisme Kalmthout.