Der Erste Weltkrieg mag weit zurückliegen, doch in der Region Westhoek ist die Vergangenheit nie ganz aus dem Blickfeld verschwunden. Dort findet man noch immer Schützengräben, Bunker und Friedhöfe. Aber auch in der Landschaft sind die Spuren des Krieges sichtbar.
Mit den „ ErfgoedApp “ begibst du dich diesen Sommer auf eigene Entdeckungsreise. Wandere oder radle an besonderen Orten vorbei und lausche unterwegs Geschichten über Soldaten, Flieger, Künstler und ganz normale Menschen. Vom „Dodengang“ in Diksmuide bis zur Wiederaufbauarchitektur von Charles Pil: Jede Route lässt dich auf andere Weise die Narben des Ersten Weltkriegs kennenlernen.
Die belgische Front 14–18

Ein Besuch des „Dodengang“ in Diksmuide lässt niemanden unberührt. Während des Ersten Weltkriegs standen sich hier jahrelang belgische und deutsche Soldaten gegenüber, getrennt durch kaum mehr als einen schmalen Wasserstreifen. Auch heute noch sind die Schützengräben, Bunker und Schießstände zu sehen.
Mit dem „ ErfgoedApp “ entdeckst du diesen besonderen Ort auf besonders spannende Weise. Historische Fotos erscheinen genau an den Orten, an denen sie vor über hundert Jahren aufgenommen wurden. So kannst du die heutige Landschaft mit der von damals vergleichen, und die Vergangenheit wird zwischen den stillen Zeugen des Krieges wieder lebendig.
Extra: Familien mit Kindern können gemeinsam mit Soldat Jan im Rahmen einer speziellen Familientour auf Entdeckungsreise gehen.


Radfahren mit Hendrik Geeraert

Steigen Sie aufs Fahrrad und erkunden Sie gemeinsam mit Hendrik Geeraert die Gegend um Nieuwpoort, Middelkerke und Diksmuide. Diese 44 Kilometer lange Radrundtour führt Sie vorbei an Naturschutzgebieten, dem Schleusenkomplex und dem Hafen von Nieuwpoort, dem Fort von Nieuwendamme und der Frontzate.
Unterwegs erfährst du, welche wichtige Rolle Wasser und Landschaft während des Ersten Weltkriegs spielten. Hendrik Geeraert, der Schiffer aus Nieuwpoort, der bei der Überflutung der IJzer-Ebene half, führt dich an Orte, an denen seine Geschichte und die Geschichte der Front zusammenlaufen.

Flyboys: Auf den Spuren der Kriegsflieger

Steigen Sie aufs Fahrrad und entdecken Sie die Geschichte der Flieger, die während des Ersten Weltkriegs über dem Westhoek im Einsatz waren. Die 35 Kilometer lange Rundstrecke beginnt am Lijssenthoek Military Cemetery und führt Sie vorbei an den ehemaligen Flugplätzen von Abele, Proven, De Lovie und Het Hooghe.
Unterwegs lassen historische Fotos und Filmausschnitte die Vergangenheit lebendig werden. Sie hören Geschichten von Piloten, Beobachtern und anderen Zeitzeugen und erfahren, wie der Krieg auch aus der Luft erlebt wurde. Die Route führt Sie unter anderem zum Mendinghem Military Cemetery und nach Nine Elms und macht zudem einen kurzen Abstecher in den Zweiten Weltkrieg.

Auf einem Spaziergang mit Charles Pil

Nach dem Ersten Weltkrieg lagen viele Städte und Dörfer in der Region Westhoek in Trümmern. Der Architekt Charles Pil spielte zusammen mit seinem Geschäftspartner Henri Carbon eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau. Ihre Gebäude prägen die Landschaft bis heute.
Mit den „ ErfgoedApp “ entdecken Sie deren Werk bei Spaziergängen in Lo-Reninge, Nieuwpoort, Middelkerke und Oudenburg. Sie spazieren vorbei an stattlichen Herrenhäusern, markanten Fassaden und charaktervollen Gebäuden und erfahren, wie Pil und Carbon historische Stile mit den Anforderungen einer neuen Zeit verbanden.




Die verwüstete Region

Wie sah Woesten während des Ersten Weltkriegs aus? Auf diesem 6,2 Kilometer langen Spaziergang erfährst du, wie sich das Dorf zwischen 1914 und 1918 grundlegend verändert hat.
Sie kommen an sichtbaren und verblassten Spuren der Kriegsvergangenheit vorbei und entdecken anhand historischer Fotos, wie der Krieg die Landschaft und das Alltagsleben geprägt hat.

Die Narben der Front: Liksems

Auf denLiksems-Routen kannst du die Landschaft rund um Diksmuide mit den Augen der Menschen entdecken, die den Krieg hautnah miterlebt haben. Auf zwei familienfreundlichen Wanderungen erkunden Sie Kaaskerke und Oostkerke, Dörfer, die nach dem Ersten Weltkrieg größtenteils wieder aufgebaut wurden. Unterwegs erzählen Fotos und Geschichten, wie sich die Landschaft verändert hat und welche Spuren davon heute noch sichtbar sind.
Lieber mit dem Fahrrad? Dann begeben Sie sich auf die Spuren der Frontkünstler Charles Fouqueray oder Karel Van Lerberghe. Ihre Skizzen und Erzählungen bieten einen besonderen Einblick in das ehemalige Frontgebiet.
















