Hast du schon die Geschichte über die römischen Schreibtäfelchen aus Tongeren gelesen? In den 1930er Jahren wurden dort sage und schreibe 73 Stück gefunden. Etwas später, im Jahr 2013, tauchten weitere 12 Stück in einem alten Brunnen auf.
Die Texte schienen für immer verloren zu sein, bis Forscher die Tafeln erneut unter die Lupe nahmen. Was sie entdeckten, wirft ein überraschendes Licht auf das Alltagsleben in der ältesten Stadt des Landes.
Und es gibt noch weitere außergewöhnliche Funde, die uns einen Einblick in die ferne Vergangenheit gewähren. So stieß der Obstbauer Raf Jansen in Vechmaal auf einen wahren Münzschatz. Zunächst fand er 102 gallische Goldmünzen, zwanzig Jahre später dann weitere 65. Die Münzen wurden wahrscheinlich zur Zeit von Ambiorix, dem legendären Anführer der Eburonen, geprägt.
Auch in Belsele bei Sint-Niklaas wurden 1892 alte Silbermünzen gefunden. Sie waren in einem Tontopf im Boden versteckt. Die Münzen stammen aus dem 3. Jahrhundert und zeigen die Porträts verschiedener römischer Kaiser: ein weiteres greifbares Zeugnis der römischen Präsenz im Waasland.
Hast du inzwischen Lust bekommen, selbst nach Spuren der Römer zu suchen? Dann mach dich auf den Weg und erkunde eine der Routen aus der „ ErfgoedApp “. Unterwegs kommst du an Orten vorbei, an denen die römische Vergangenheit noch sichtbar ist oder an denen du mit ein wenig Fantasie ihre Spuren erkennen kannst. Wer weiß, welche Schätze du unterwegs entdecken wirst?
Auf den Spuren von Merkur

Bereits seit 1903 werden in Grobbendonk archäologische Funde gemacht, doch der Boden hat noch immer nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben. Auf diesem Spaziergang erfährst du anhand von Informationstafeln entlang der Strecke mehr über die archäologische Geschichte des Dorfes.
Der Mercurius-Spaziergang ist etwa 4 Kilometer lang, was etwa 5.714 normalen Schritten entspricht oder, umgerechnet nach römischen Maßstäben, 13.500 pedes. Die Informationen, die sowohl für Groß als auch für Klein verfügbar sind, berücksichtigen zudem die Ergebnisse der großen Ausgrabungen aus den Jahren 2019 und 2020.

Auf Entdeckungstour in Bachte-Maria-Leerne

In Bachte-Maria-Leerne liegen drei archäologische Fundstätten dicht beieinander. Die Ausgrabungen brachten überraschende Spuren aus verschiedenen Epochen ans Licht. Von einem 3.600 Jahre alten Bauernhof aus der Bronzezeit über eine besondere Holzschale aus der Eisenzeit bis hin zu einer fast vollständig erhaltenen römischen Siedlung.
Dieser Spaziergang führt Sie durch 2.500 Jahre Geschichte und lässt Sie die Umgebung mit anderen Augen sehen. Unterwegs entdecken Sie die Orte, an denen Menschen einst arbeiteten, lebten und begraben wurden.

Geschichten aus dem Boden

Diese Radtour führt dich noch weiter zurück in die Vergangenheit, bis in die Vorgeschichte. Wie gingen die Bewohner unserer Regionen damals mit ihren Toten um? Und wie sah ihr Lebensraum aus?
An den archäologischen Stätten Haarterheide in Hamont-Achel und Dorperheide in Bocholt erfährst du mehr über das Leben der Menschen jener Zeit. In Pelt wiederum verbirgt sich unter der Erde eine besondere prähistorische Ackerlandschaft: die „Celtic Fields“. Lokale Kulturerbe-Botschafter weisen dir den Weg, während du die abwechslungsreiche Landschaft genießt.



