In Flandern gibt es dreizehn anerkannte Zoos. Keiner von ihnen blickt auf eine so reiche Geschichte zurück wie der ZOO Antwerpen. Dieser wurde 1843 als allererster Zoo des Landes gegründet.

Ein indischer Elefant lockt Besucher an, 1970er Jahre – © Stadtarchiv Antwerpen

Von Anfang an ist der Zoo Antwerpen in erster Linie ein Ort, den Menschen besuchen, um sich zur Entspannung Tiere in Gefangenschaft anzusehen. Vor allem exotische Tiere wie Löwen, Schimpansen und Elefanten. Gerade weil sie aus Afrika oder Asien stammen, faszinieren sie die Menschen. Sie lassen sie von einer anderen Welt träumen, weit weg von zu Hause.

Kinderfahrgeschäfte waren im Antwerpener Zoo lange Zeit besonders beliebt – © Stadtarchiv Antwerpen
Im dem Zoo Antwerpen kannst du Tiere aus aller Welt bewundern und durch ein überraschendes Stück belgischer Geschichte spazieren.

Doch der Zoo Antwerpen hatte schon immer den Anspruch, mehr als nur eine Attraktion zu sein. Seit seiner Gründung verfolgt die Einrichtung einen wissenschaftlichen und pädagogischen Auftrag. Bereits seit den 1840er Jahren werden dort Tiere von Wissenschaftlern erforscht, und viele Zehntausende von Schulkindern haben dort einen Schulausflug unternommen.

Ein neuer Zuwachs für den Zoo trifft am Flughafen ein, 1968 – © Stadtarchiv Antwerpen

Ganz besonders einzigartig ist die kulturelle Arbeit des Antwerpener Zoos. Seit seiner Gründung im Jahr 1843 bietet der Zoo Antwerpen ein umfangreiches Musikprogramm – seit 1960 findet dieses im Königin-Elisabeth-Saal statt. Der Antwerpener Zoo ist zudem ein wichtiger Ort für bildende Kunst. Der Zoo bewahrt und stellt eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus. Fast immer stehen Tiere im Mittelpunkt dieser Werke.

Mehr erfahren Erfahren Sie mehr über die Rolle des ZOO Antwerpen in der Kunstszene auf der Website von OKV.

In den 1980er Jahren gab sich der Zoo Antwerpen eine zusätzliche Aufgabe. Von da an engagierte sich der Zoo aktiv für die Zucht bedrohter Tierarten. Die im Zoo gezüchteten Tiere sollten verstorbene Exemplare aus der Ausstellung ersetzen. Schließlich wurde das Einfangen von Tieren in freier Wildbahn immer heftiger kritisiert und strenger reguliert. Dank der Zuchtprogramme kann der Zoo auch gefährdete Tierarten erhalten.

Auf den Fundamenten des ehemaligen Zoos von Zwartberg schuf der Künstler Koen Van Mechelen Labiomista.

Diese Geschichte wurde vom Geheugen Collectief für das FAAM – Virtuelles Museum erstellt. 

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