Die Merelbekkers-Routen: Geschichten des Ordens der Merelbekkers

In den Wäldern von Makegem (Merelbeke-Melle) lebt eine Gruppe ganz besonderer Bewohner: der Orden der Merelbekker. Diese bunten Tierfiguren bilden das Herzstück von vier interaktiven Routen, die du über die ErfgoedApp erkunden kannst. Ab März wird die Tour eingestellt, um dem Wald während der Brutzeit Ruhe zu gönnen. Seien Sie also schnell dabei oder tragen Sie den Spaziergang schon einmal für den Sommer in Ihren Kalender ein!

Es gibt vier Routen: klein, groß, am größten und am allergrößten, je nachdem, wie weit du wandern möchtest. Außerdem gibt es vier Geschichten, von denen jede ihr eigenes Rätsel birgt, das es zu lösen gilt. Die Geschichten sind nicht an eine bestimmte Route gebunden: So kannst du beispielsweise Geschichte 3 auf der kleinen, der großen und der am größten Route verfolgen. Bei deiner Ankunft auf dem Parkplatz findest du einen Schrank, aus dem du dir für jede Geschichte das passende Heft mitnehmen kannst.

Infotafel und Bücherregale am Startpunkt der Route. © Ferre Vandenbussche

Wir entscheiden uns für Route 4 und wandern die längste Strecke: ideal für einen Winternachmittag in der Natur rund um den Merelbeek. Glenda Krasch, die schrille und lautstarke Klatschbase des Ordens der Merelbekker, erhielt in der Nacht Besuch von einem geheimen Verehrer. Als wir sie am Anfang der Route treffen, schlägt ihr Herz immer noch wie wild. Nun liegt es an uns, diesen nächtlichen Besucher zu entlarven.

Wenig später treffen wir Bart, Bert und Britt, ein Drilling aus jungen Waldkauz-Jungtieren. Sie haben letzte Nacht ein geheimnisvolles Wesen gesehen. Könnte es der Verehrer von Glenda sein? Die drei Streithähne sitzen auf einem Ast neben einer Familie von Zwergen, die uns zu einer Runde „Nusswerfen“ einladen. In einem Baumstumpf liegen Nüsse, mit denen man auf hängende Holzplättchen zielen kann. Eine schöne Beschäftigung, um sich zwischendurch im kalten Winterwetter ein wenig aufzuwärmen. Danach folgen wir weiter der Spur des möglichen Verehrers.

Bart, Bert und Britt neben der Zwergenfamilie. © Ferre Vandenbussche

Während des Spaziergangs kommen wir an vielen verschiedenen Ausblicken und Szenerien vorbei. So fallen uns beispielsweise die zahlreichen Bunker in der Umgebung auf. Nachdem wir ein aktives Militärgebiet passiert haben, schauen wir ErfgoedApp der Karte in der ErfgoedApp ob es dort Kulturerbe-Punkte mit zusätzlichen Erläuterungen gibt. Diese sind tatsächlich markiert. Über einen Link zum „Inventaris Onroerend Erfgoed“ (Verzeichnis des Immobilienkulturerbes) erfahren wir, dass diese Bunker Teil des „Bruggenhoofd Gent“ sind: ein Projekt aus der Zwischenkriegszeit, bei dem etwa 228 Bunker in der Region südlich von Gent errichtet wurden. So lernen wir unterwegs und während wir der Tour mit der App folgen, noch etwas dazu.

Blick über die Landschaft. Auf diesem Abschnitt der Wanderung fielen uns zahlreiche Bunker in der Umgebung auf. © Ferre Vandenbussche
Screenshot der Karte in der ErfgoedApp. © FARO

Gegen Ende der Route haben wir bereits viele Einwohner von Merelbek getroffen und ihre Geschichten kennengelernt. Dank ihrer Tipps bekommen wir ein immer klareres Bild davon, wer der geheimnisvolle Verehrer von Glenda sein könnte. Schließlich stoßen wir auf eine seltsame Figur: das Orakel. Das gibt uns den letzten Hinweis auf den Weg zum Ziel … aber den Rest musst du selbst entdecken.

Noch ein kleiner Tipp: Nur bei der vierten Geschichte gibt es bei drei lokalen Chocolatiers einen Preis zu gewinnen, wenn man das Rätsel löst.

Das gackernde Orakel. © Ferre Vandenbussche

Zusammen mit den drei anderen Geschichten bieten die Merelbekkers-Routen einen fantasievollen und interaktiven Spaziergang für Jung und Alt in den wunderschönen Makegemse Bossen und den umliegenden Feldern. Also beeil dich, sonst musst du ein halbes Jahr warten, bis dich der Orden der Merelbekkers wieder in seinem Wald willkommen heißt!

Neugierig geworden? Dann besuche die Website von Merelbeke-Melle für weitere Informationen. Den Rundgang findest du auch auf der Website der ErfgoedApp.