Passanten kennen es als imposantes Gebäude. Studenten kennen es als Ort zum Lernen. Doch was hat die Universitätsbibliothek von Leuven noch zu bieten? Mit der ErfgoedApp du die verschiedenen Hallen und Säle und erfährst mehr über die Geschichte und die verborgenen Schätze.
Eine bewegte Geschichte
Die Universitätsbibliothek, wie wir sie heute kennen, wurde in den 1920er Jahren nach einem Entwurf von Whitney Warren erbaut. Sie ersetzte die ursprüngliche Bibliothek, die sich in der Naamsestraat befand und 1914 den Kriegswirren zum Opfer fiel. Doch auch die neue Bibliothek blieb nicht verschont und wurde 1940, zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, beschädigt. Erneut gingen viele Bücher verloren. Nach der Teilung der Universität Leuven im Jahr 1968 wanderte ein Teil des Bestands der Universitätsbibliothek nach Louvain-la-Neuve an die französischsprachige Universität UCL.
Die Führung führt Sie Schritt für Schritt durch diese bewegte Geschichte. Sie beginnen draußen vor dem Gebäude. Anschließend geht es weiter über die Rezeption, das erste und das zweite Stockwerk. Auf dem Weg nach oben kommen Sie an der Büste von Herbert Hoover vorbei, dem Vorsitzenden der „Commission for Relief in Belgium“. Dank seines Engagements konnte 1921 mit dem Bau eines neuen Bibliotheksgebäudes am heutigen Mgr.-Ladeuze-Platz begonnen und der Aufbau einer neuen Büchersammlung in Angriff genommen werden.
Im Foyer im ersten Stock stößt man auf verschiedene Kunstwerke, unter anderem von Harry Elstrøm, Albert Ciamberlani und Jacques Moeschal. Auch diese Kunstwerke sind ein Puzzleteil in der Geschichte der Bibliothek. Sie stellen Personen oder Ereignisse dar, die darin eine wichtige Rolle gespielt haben.

Hinter der Eingangshalle gelangt man in den Großen Lesesaal, das Juwel der Bibliothek. Der Saal und die Nebenräume wurden nach dem Brand im Jahr 1940 vom Architekten Henry Lacoste neu gestaltet. Der Lesesaal beherbergt nicht weniger als 44.000 Bücher und ist bei Studierenden nach wie vor ein beliebter Ort, um in Ruhe zu lernen. Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am Wochenende ein, um den Großen Lesesaal in vollen Zügen zu entdecken. Unter der Woche ist der Zugang nur eingeschränkt möglich, um die studierenden Bibliotheksnutzer nicht zu stören.
Wenn du noch eine Etage höher gehst, gelangst du zum Eingang des Turms. Hier endet die Führung. Im Turm erfährst du anhand einer digitalen Ausstellung mehr über die Geschichte der Universitätsbibliothek während und zwischen den beiden Weltkriegen. Steige auf jeden Fall auf den Turm, um einen atemberaubenden Blick über Leuven zu genießen.
Praktische Hinweise
Möchtest du mehr über die spannende Geschichte der Universitätsbibliothek Leuven erfahren? Lade dir die ErfgoedApp App Store oder bei Google Play herunter und lade den Rundgang„Führung durch dieUniversitätsbibliothek“ herunter. Tickets kannst du online oder am Schalter in der Universitätsbibliothek kaufen.